Region statt Amazon: So funktioniert die „MoselCash Card“

Leiwener Geschenkarte mit Heimvorteil

Wittlich und Bitburg haben sie bereits – nun soll sie auch nach Leiwen kommen: eine digitale Geschenkkarte namens „MoselCash Card“. Sie soll Händler und Gewerbetreibende in der Region stärken.

Hoffen mit der Einführung der MoselCash Card auf eine breite Resonanz: Erwin Hoffmann (Schatzmeister), Gerd Wüstner (1. Vorsitzender), und Andreas Kohl (2. Vorsitzender, Schriftführer) vom Verein Region Leiwen e.V.
Fotos: Monika Traut-Bonato

LEIWEN „Mit der „MoselCash Card“ bieten wir eine lokale Geschenkalternative zu den Gutscheinen der großen Handelsketten und Online-Giganten“, sagt Andreas Kohl, Schriftführer und zweiter Vorsitzender im Verein Region Leiwen e.V.

Gemeinsam mit dem ersten Vorsitzenden Gerd Wüstner stellte er bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung neue Ideen und Projekte für das Jahr 2026 vor. Denn seit Anfang des Jahres firmiert die ehemalige Gewerbevereinigung Leiwen e.V. (gegründet 1996) unter neuem Namen und mit neuem Vorstand. Neben einer neuen, aufgefrischten Website „regionleiwen.com“ stand besonders das Projekt „MoselCash Card“ im Fokus. Dabei handelt es sich um eine aufladbare digitale Guthabenkarte, die die bisherigen gedruckten Gutscheine des Vereins durch ein modernes regionales Kartensystem ersetzen und spätestens am 19. April zum 30-jährigen Vereinsjubiläum an den Start gehen soll.

MoselCash Card: So soll sie funktionieren

Grundlage ist die Plattform des Düsseldorfer Unternehmens Stadtguthaben. Ähnliche Modelle gibt es bereits in der Region – etwa die „WIL-haben-CARD“ in Wittlich oder den „Bitburg-Gutschein“. Die Grundidee: Die „MoselCash Card“ soll als lokaler Einkaufsgutschein Kaufkraft in der Region halten und den stationären Einzelhandel, Gastronomie, Winzer sowie weitere Anbieter stärken. „Die Zielgruppen beziehungsweise Akzeptanzstellen sind Gewerbe, Weinbau und Touristik“, erläuterte Kohl. Dort können die Karten bei manchen nicht nur eingelöst, sondern auch aufgeladen werden – viele Betriebe könnten also gleichzeitig Verkaufs- und Annahmestellen sein.

Die Karte – auch als Online-Version erhältlich – lässt sich mit beliebigen Beträgen bis zu 250 Euro aufladen und kann bei den teilnehmenden Betrieben auch in Teilbeträgen eingelöst werden. Eine Auszahlung des Guthabens in bar ist allerdings nicht möglich; Restbeträge bleiben auf der Karte und können bei späteren Einkäufen genutzt werden. Mitmachen sollen möglichst viele Betriebe aus Leiwen und den umliegenden Orten. Der Verein zählt derzeit rund 60 Mitglieder. „Die sollen möglichst alle dabei sein“, wünscht sich Kohl, der das Projekt federführend leitet.

Regionale Wirtschaft stärken: Das Ziel der neuen Karte

Ziel ist es, die regionale Wirtschaft zu stärken – und zugleich ein attraktives Angebot für Einheimische, Gäste und Touristen zu schaffen. Denkbar sei beispielsweise auch ein Einsatz der Karte bei Veranstaltungen wie dem Weinfest. Bei der Informationsveranstaltung im Eurostrand Leiwen betonten die Vorstandsmitglieder, dass Vielfalt und Attraktivität der teilnehmenden Betriebe entscheidend für den Erfolg der Karte seien. Deshalb hoffe man auf eine möglichst breite Beteiligung aus der Region

Die Kosten für teilnehmende Betriebe bleiben überschaubar. Für Mitglieder im Verein Region Leiwen e.V. fällt eine umsatzabhängige Transaktionsgebühr von drei Prozent an. Externe Teilnehmer können ebenfalls Teil des Netzwerks werden; für sie liegt die Gebühr derzeit voraussichtlich bei 3,5 Prozent. Eine spezielle Hardware ist nicht erforderlich – ein Smartphone, Tablet oder eine PC-Kamera reichen schon vollkommen aus. Die Abrechnung erfolgt automatisch: Der Verein als Betreiber überweist den entsprechenden Betrag im Folgemonat und stellt eine Abrechnungsübersicht per E-Mail zur Verfügung. Die Provisionsgebühr wird automatisch einbehalten.

Zum Start der „MoselCash Card“ Ende April sind bereits mehrere Verkaufsstellen vorgesehen: der Verein Region Leiwen e.V., die Touristinformation Leiwen, die Raiffeisenbank Leiwen-Mehring sowie die Sparkasse Trier mit ihrer Filiale in Leiwen. Kohl sieht die neue „MoselCash Card“ als echte Bereicherung für die Region und würde es begrüßen, wenn sich auch benachbarte Orte anschließen und die Karte künftig an der gesamten Mittelmosel genutzt werden kann.


Quelle: Trierischer Volksfreund vom 19.03.2026

volksfreund.de/region/trier-trierer-land/geschenkkarte-regional-so-funktioniert-die-moselcash-card-in-leiwen_aid-145146307

Von Monika Traut-Bonato

Copyright: Tierischer Volksfreund | Donnerstag, 19. März 2026 · Seite 12

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